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Was ein Fenstertausch kostet – und woraus sich der Preis zusammensetzt

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Die großen Blöcke

Das Element selbst macht bei einem Fenstertausch üblicherweise die Hälfte bis zwei Drittel der Summe aus. Dazu kommen Ausbau und Entsorgung der Altfenster, die Montage samt Abdichtung der Anschlussfuge, die Wiederherstellung der Laibungen, die Fensterbänke und, je nach Geschosszahl, ein Gerüst.

Der zweite Block wird regelmäßig unterschätzt, weil er im Angebot als Nebenleistung erscheint. Rechnerisch ist er es nicht: Laibung, Fensterbank und Abdichtung zusammen bewegen sich bei einem Einfamilienhaus mit zwölf bis fünfzehn Fenstern schnell im vierstelligen Bereich.

Das Rahmenmaterial ist der größte Preistreiber

Kunststoff ist das günstigste und mit Abstand häufigste Material im Bestand. Holz liegt darüber, weil es aufwendiger zu fertigen ist und regelmäßig gestrichen werden muss. Holz-Aluminium kombiniert die Innenseite aus Holz mit einer wetterfesten Aluminiumschale außen und liegt deutlich darüber. Aluminium allein ist das teuerste Material und im Einfamilienhaus eher die Ausnahme.

Für den Angebotsvergleich folgt daraus: Zwei Angebote lassen sich nur innerhalb desselben Materials vergleichen. Ein Kunststoffangebot gegen ein Holz-Alu-Angebot zu halten, misst die Materialentscheidung, nicht den Preis.

Was regelmäßig unterschätzt wird

Die Posten, die nach der Beauftragung als Nachtrag wiederkommen, sind über die geprüften Angebote hinweg erstaunlich konstant:

  • Laibungen innen: Putz ausbessern, spachteln, streichen, oft auch Tapete an der Anschlussstelle
  • Laibungen außen: Putz, Anschlussprofile, Anstrich
  • Außenfensterbänke, wenn die alten nicht mehr passen
  • Rollladenkästen, die beim Tausch geöffnet und wieder geschlossen werden
  • Ein Gerüst oder ein Hubsteiger für die Obergeschossfenster
  • Die Entsorgung der Altfenster, insbesondere bei Holzfenstern mit Altanstrich
  • Ein Lüftungskonzept, wenn der Tausch das Gebäude spürbar dichter macht

Warum ein günstiges Angebot teurer sein kann

Zwei Angebote mit derselben Endsumme sind nicht gleichwertig, wenn das eine sieben Positionen aus der Liste oben enthält und das andere keine. Auf dem Papier steht dann derselbe Betrag, im Ergebnis trägt aber einer der beiden Kunden mehrere tausend Euro an Nachträgen.

Der zuverlässigste Weg, das zu erkennen, ist eine Differenzliste: Gehen Sie die Positionen Zeile für Zeile durch und vermerken Sie für jedes Angebot, ob die Leistung enthalten, ausgeschlossen oder unklar ist. Die aussagekräftigen Zeilen sind die, in denen nur ein Haken steht.

Rechnen Sie die fehlenden Positionen anschließend mit realistischen Beträgen hoch und addieren Sie sie zur Summe des Angebots, in dem sie fehlen. Häufig dreht sich die Reihenfolge damit um.

Was die Förderung an den Kosten ändert

Die Grundförderung für Fenster beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten, gedeckelt auf 30.000 Euro je Wohneinheit und Kalenderjahr. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan verdoppelt sich die Grenze auf 60.000 Euro, und auf dem Teil oberhalb von 30.000 Euro kommen 5 Prozentpunkte hinzu.

Wichtig für die Planung: Diese Grenze gilt für alle Maßnahmen an der Gebäudehülle eines Kalenderjahres zusammen. Wer im selben Jahr Fenster tauscht und das Dach dämmt, teilt sich eine Grenze – nicht zwei. Bei größeren Vorhaben lohnt es deshalb, die Reihenfolge über zwei Kalenderjahre zu planen.

Und wie bei allen Zuschüssen gilt: Der Betrag wird erst nach dem Verwendungsnachweis ausgezahlt. Die volle Summe müssen Sie zunächst vorfinanzieren.

Sie haben ein Angebot vorliegen? Lassen Sie es gegen echte Angebote einordnen – die Vorschau mit Preis- und Förder-Ampel ist kostenlos.

Eine Rechengröße statt eines Stückpreises

Weil der Stückpreis so wenig aussagt, rechnen wir mit einem erwarteten Gesamtpreis: rund 2.000 Euro, die unabhängig von der Fensterfläche anfallen – Baustelleneinrichtung, Anfahrt, Rüstzeit, die Grundeinheit des Gerüsts –, plus einen Betrag je Quadratmeter Fensterfläche.

Je Quadratmeter, für den vollen Leistungsumfang: rund 900 Euro bei Kunststoff, 1.150 bei Holz, 1.350 bei Holz-Aluminium, 1.500 bei Aluminium. Für 18 Quadratmeter Kunststofffenster – ein typisches Einfamilienhaus mit zwölf bis fünfzehn Elementen – ergibt das rund 18.200 Euro netto.

Diese Werte stammen aus veröffentlichten Preisspannen, nicht aus eigenen Angeboten, und das hat einen Grund, der für Ihre Angebotsprüfung aufschlussreicher ist als die Zahl selbst: Von zehn auswertbaren Kunststoffangeboten aus unserem Bestand enthielt kein einziges Laibungsarbeiten, keines ein Gerüst, nur zwei eine Fensterbank und nur drei die Demontage der Altfenster. Die Preise je Quadratmeter streuten zwischen 214 und 2.324 Euro – und diese Streuung ist überwiegend keine Preis-, sondern eine Umfangsstreuung.

Für Sie folgt daraus die wichtigste Regel beim Fenstervergleich: Ein Angebot, das deutlich unter diesen Werten liegt, ist in aller Regel nicht günstiger, sondern kleiner.

Wo einzelne Positionen üblicherweise liegen

Für die Nebenleistungen lassen sich Bänder angeben, innerhalb derer sich die Positionen in geprüften Angeboten bewegen. Eine Position außerhalb ihres Bandes ist kein Beleg für einen überhöhten Preis, sondern die Zeile, nach der Sie fragen.

  • Fensterbänke: 200 bis 2.500 Euro, je nach Material und Zahl der Elemente
  • Ausbau der Altfenster: 300 bis 2.500 Euro
  • Laibungsarbeiten: 400 bis 4.000 Euro – das breiteste Band, weil hier zwischen „ausbessern" und „neu verputzen und streichen" Welten liegen
  • Gerüst: 400 bis 3.500 Euro, abhängig von Standzeit und Geschosszahl

Warum der Elementanteil nichts über den Preis sagt

Bei der Wärmepumpe lässt sich prüfen, welcher Anteil der Summe auf das Gerät entfällt. Beim Fenster funktioniert diese Kennzahl nicht, und der Grund ist lehrreich: Der Anteil des Elements an der Summe hängt allein davon ab, wie viele Nebenleistungen der Betrieb mit anbietet.

Ein aufgeschlüsseltes Angebot mit Laibung, Fensterbänken und Gerüst hat zwangsläufig einen kleineren Elementanteil als eines ohne – ohne dass der Preis für das Fenster ein anderer wäre. Wer nach dieser Kennzahl bewertet, bestraft das vollständigere Angebot.

Was stattdessen hilft, ist die Positionsliste: nicht welcher Anteil, sondern welche Zeilen überhaupt da sind.

Wann sich der Tausch rechnet – und wann die Reparatur

Nicht jedes alte Fenster muss raus. Zwischen Tausch und Ertüchtigung liegt ein erheblicher Preisunterschied, und für Kastenfenster und aufgearbeitete Altbaufenster gilt förderrechtlich sogar eine mildere Anforderung: Uw höchstens 1,3 statt 0,95, im Denkmal 1,6.

Sinnvoll ist die Ertüchtigung vor allem bei zwei Ausgangslagen. Erstens bei Kastenfenstern, deren zweite Ebene sich mit einer besseren Verglasung nachrüsten lässt – das kommt energetisch überraschend weit und erhält die Ansicht. Zweitens bei Fenstern, die technisch in Ordnung sind und nur an Dichtung und Beschlag Aufmerksamkeit brauchen: Eine neue Dichtung und ein nachgestellter Beschlag kosten je Element einen kleinen zweistelligen Betrag und beseitigen den häufigsten Beschwerdegrund, nämlich Zugluft.

Gegen die Ertüchtigung sprechen ein durchgefaulter Rahmen, eine Einfachverglasung ohne Möglichkeit zur Nachrüstung und der Wunsch, mit einer Maßnahme das ganze Haus auf ein Niveau zu bringen. Und ein praktischer Punkt: Betriebe, die Fenster aufarbeiten, sind seltener als solche, die neue verkaufen – die Suche dauert länger.

Für die Kostenrechnung heißt das: Vergleichen Sie nicht nur Angebote für neue Fenster miteinander, sondern holen Sie bei erhaltenswerten Fenstern auch ein Angebot über die Aufarbeitung ein. Der Unterschied ist oft groß genug, um die Entscheidung zu drehen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Fenstertausch für ein Einfamilienhaus?
Als Orientierung für zwölf bis fünfzehn Kunststofffenster mit vollem Leistungsumfang: rund 18.000 bis 20.000 Euro netto. Die Rechnung dahinter sind etwa 2.000 Euro flächenunabhängig plus rund 900 Euro je Quadratmeter Fensterfläche. Bei Holz, Holz-Aluminium und Aluminium liegt der Quadratmeterwert bei rund 1.150, 1.350 und 1.500 Euro.
Kann ich ein Kunststoffangebot mit einem Holz-Alu-Angebot vergleichen?
Nicht sinnvoll. Zwischen den Materialien liegen rund 50 Prozent Preisunterschied je Quadratmeter. Ein solcher Vergleich misst die Materialentscheidung, nicht den Preis. Vergleichen Sie innerhalb desselben Materials – und wenn Sie zwischen Materialien schwanken, holen Sie für beide ein Angebot beim selben Betrieb ein.
Sind Laibungsarbeiten wirklich so teuer?
Sie sind mit rund 1.600 Euro der größte der häufig fehlenden Posten und schwanken zwischen 400 und 4.000 Euro. Der Grund für die Breite: Beim Ausbau bricht der Putz an der Laibung fast immer aus, und ob danach ausgebessert, neu verputzt, gespachtelt und gestrichen wird, macht den Unterschied.
Teilen sich Fenster und Dach wirklich eine Förderhöchstgrenze?
Ja – die 30.000 Euro gelten je Kalenderjahr und Gebäude für alle Maßnahmen an der Gebäudehülle zusammen, nicht je Maßnahme. Wer im selben Jahr Fenster tauscht und das Dach dämmt, rechnet beide Summen gegen dieselbe Grenze. Bei größeren Vorhaben lohnt deshalb die Frage, ob sich die Verteilung über zwei Kalenderjahre rechnet.
Wann brauche ich ein Gerüst?
Für Elemente im Obergeschoss, sobald sie nicht mehr sicher von innen oder von einer Leiter aus montiert werden können. Im Erdgeschoss fehlt die Position zu Recht. Ein Gerüst kostet 400 bis 3.500 Euro – wenn ohnehin eine Fassaden- oder Dacharbeit ansteht, lohnt es, die Maßnahmen zeitlich zusammenzulegen.

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